Sonntag, 15. März 2009

More reviews and a decision

Comeback mit kleinen Schönheitsfehlern

Opernstar Anna Netrebko kehrte als „Lucia di Lammermoor“ nach Babypause an die Wiener Staatsoper zurück

Wo Anna Netrebko ist, bricht der übliche Opernhype aus — ein hektischer Run auf die Karten und das eine und einzige Gesprächsthema: Ist die Netrebko eine Lucia di Lammermoor? Wird sie in Wien eine Enttäuschung in der Rolle sein, wie es dem Vernehmen nach in New York passierte? Nun, das ist nicht so einfach zu beantworten. Am besten sagt man ja und nein.

Ja, die Netrebko ist für die Lucia di Lammermoor nicht geboren, weil sie einfach keine Koloraturdiva ist, keine brillante Virtuosin, keine Königin der exponiertesten Töne. Und da man in Wien jahrzehntelang in Edita Gruberova die absolut ideale Lu

cia hatte, die schier Unglaubliches mit ihrer Stimme anstellen konnte, hat die Netrebko hier die von einer anderen himmelhoch gelegte Latte nicht erreicht. Aber nein, sie war dennoch keine Enttäuschung, denn sie ist nach wie vor eine Schönheit, und ihre Stimme ist prachtvoll, leicht, schön timbriert, in der Mittellage leicht dünkler geworden, in der Höhe ohne Schwierigkeiten, mit tragfähigen Piani, technisch kunstvoll eingesetzt. Und sie hat sich eine

Lucia der eigenen Art geformt, eine Wahnsinnsszene, die nicht zum Virtuosenstück wurde, sondern zur berührenden Szene einer gänzlich verwirrten jungen Frau mit blutigen Händen. Es war ihr eine Hilfe, dass sie nicht mit einer virtuosen philharmonischen Flöte um die Wette brillieren musste, sondern von den ungewöhnlichen, mystischen Tönen einer Glasharmonika Unterstützung erhielt.

Wie schon bei ihrer New Yorker Lucia stand Marco Armiliato am Pult und stellte

sich, auch in etwas langsamen Tempi, ganz auf die Wünsche des Stars ein. Nicht mit dem Niveau der Diva konnte der Tenor Giuseppe Filianoti mithalten. Stefan Kocan, vom Linzer Landestheater her bekannt, sang den Raimondo, und für ihn und die Netrebko öffnete man eine sonst gestrichene Szene.

Der erhoffte Triumph war es wohl nicht. Diesen kann man beruhigt für Mai voraussagen, wenn die Netrebko an der Staatsoper dreimal ihre Glanzrolle, die Traviata, singen wird.


Too many reviews, I don't have the time for translating them all ! I will translate only 2 or 3 tomorrow. I have a life beside blogging, too ; ) sorry ; )

Kommentare:

Cardiff Traviata hat gesagt…

I don't blame you for limiting your translations - I would have given up after the first one :))

ChristinaLuise hat gesagt…

; ))